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12. Dezember 2016

Direkter Nachweis des exotischen Kernisomers in Thorium-229 ist ein "Physics World Top Ten Durchbruch" des Jahres 2016

Der direkte Nachweis des exotischen Kernisomers in Thorium-229 durch eine von der LMU München geleitete Kollaboration mit Beteiligung unserer Arbeitsgruppe ist vom britischen "Institute of Physics" als ein "Physics World Top Ten Breakthrough of the Year 2016" ausgewählt worden. Massgeblich für die Wahl waren die grundlegende Bedeutung des Forschungserfolges, signifikanter Wissensfortschritt, starke Verbindung von Theorie und Experiment, sowie allgemeines Interesse für alle Physiker. Der gelungene Nachweis des bei ungewöhnlich niedriger Anregungsenergie liegenden isomeren Zustandes legt eine Basis für nächste Schritte auf dem Weg zu einer möglichen künftigen "Kernuhr". Die Präzision einer solchen Uhr könnte diejenige der besten gegenwärtigen Uhren – den Atomuhren – massgeblich übertreffen.

      Atomic Clock I
Graphische Darstellung einer Kernuhr, die auf einem Übergang im Atomkern von
Thorium-229 beruht (links). Erstmals wurden Elektronen, die in der Abregung des Isomers in den Grundzustand emittiert werden, direkt nachgewiesen (oben rechts). Der Ausschnitt aus der Nuklidkarte, in der alle bekannten Atomkerne tabelliert sind, ist im Hintergrund sichtbar. Der Grundzustand von Thorium-229 ist mit einer Halbwertszeit von 7932 Jahren eingetragen, das jetzt nachgewiesene Isomer mit >60 Sekunden Halbwertszeit.
© Christoph Düllmann, JGU Mainz
   

Die Arbeiten, die von PD Dr. Peter Thirolf und Dr. Lars von der Wense von der LMU München geleitet wurden, sind in der "Nature" Ausgabe vom 5. Mai 2016 publiziert. (s. auch den begleitenden "News & Views" Beitrag von M. Safronova). Weitere Informationen sind von der LMU München Gruppe, dem NuClock Konsortium, und Pressemitteilungen der GSI und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die anlässlich der Veröffentlichung des Artikels erschienen, zu finden.

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29. September 2016

Nobelium im Rampenlicht – Einzelatom-Laserspektroskopie an SHIP gibt ersten Einblick in atomare Struktur dieses schweren Elements

Die Analyse atomarer Spektren ist von fundamentaler Bedeutung für unser Verständnis der Atomstruktur. Hochpräzise optische Studien, die einen solchen Zugang geben, sind aber bisher nie an den schwersten Elementen, die nicht natürlich vorkommen und auch künstlich nicht in wägbaren Mengen erzeugt werden können, durchgeführt worden. Einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Dr. Mustapha Laatiaoui von der SHE Physik Abteilung an der GSI und am HIM und Prof. Michael Block (GSI, HIM und JGU Mainz) unter Mitwirkung von Kollaborationspartnern unserer Abteilung, wie auch mehrerer weiterer Forschergruppen, gelang nun der erstmalige Blick in die innere Struktur von Nobelium, Element 102.

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Schematischer Experimentaufbau für die Laserspektroskopieuntersuchungen an Nobelium.
Abbildung: Mustapha Laatiaoui / GSI/HIM

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29. Juni 2016
Nicht nur bei Element 113 stimmt die Chemie: Professor David Hinde aus Australien ist als Helmholtz International Fellow zu Gast bei GSI und HIM
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Mai 2016
TASCA16 workshop 

9. Mai 2016
Zeitmessung mithilfe der Schwingungen von Atomkernen könnte die Präzision herkömmlicher Atomuhren deutlich übertreffen
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11. Dezember 2015
Letzte bekannte magische Neutronenzahl wird schwächer in schweren Elementen
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December 2015
Sonderausgabe Superschwere Elemente von Nuclear Pyhsics A
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